Begriffsdefinitionen:

Was ist ein externer bzw. interner Unternehmensberater?
Als externe Unternehmensberater werden Berater bezeichnet, die keine Tätigkeit/Aufträge im operativen Rettungsdienst nachweisen können. Die Leistungen beschränken sich auf allgemeine, den geltenden wirtschaftlichen Werten entsprechende Arbeiten.

Der interne Unternehmensberater ist eng mit dem operativen/administrativen Rettungsdienst verbunden. Daher ist es ihm auch möglich, auf einen reichen persönlichen Erfahrungsschatz zurückzugreifen. Der interne Unternehmensberater für Rettungsdienste (in weiterer Folge auch: EMS*-Consulter) ist in einem „Nischenmarkt“ der Unternehmensberater tätig.

*EMS = Emergency Medical System


Vor- und Nachteile externer (EMS-fremder) Unternehmensberater:

Der Vorteil des externen Unternehmensberaters liegt sicherlich in der „Unvoreingenommenheit“ dem System gegenüber. Seine Vorstellungen über die wirtschaftliche Leitung eines Betriebs sind klar und deutlich. Dadurch wird sein Focus auf den vielen, vielen Unzulänglichkeiten des operativen Rettungsdienstes ruhen.

Das mangelnde (oder nicht vorhandene) Wissen über die Systemfunktionalität lassen ihn einerseits Schwachstellen rasch auffinden und darstellen, andererseits wird er vermutlich in weiten Bereichen der Umsetzung die angestrebten Ziele nicht erreichen. Dies beruht nicht auf einer mangelnden wirtschaftlichen Qualität seiner Aussagen oder Empfehlungen, sondern vielmehr auf der Eigendynamik der Vereine, ihrer Kulturen und ihrer soziologischen Komponenten.

An dieser Stelle kommt der EMS-Consulter ins Spiel. Er verfügt über die benötigte Systemkenntnis. Die Problematik von Umsetzung und Durchsetzung von Änderungen in Vereinen und Einsatzorganisationen sind ihm durch Erfahrung bekannt. Die fachliche (ökonomische, organisatorische, …) Kompetenz wird vorausgesetzt.
Besonders wichtig erscheint der Aspekt, das Spannungsfeld zwischen ehrenamtlichen, angestellten und zivildienstleistenden MitarbeiterInnen zu kennen.